1000 Jahre Lantershofen – Ein Projekt, welches mich die letzten Monate fast täglich begleitet hat. Im Frühjahr 2019 kam das Organisationsteam in Form von Herrn Leo Mattuscheck (Ortsvorsteher Lantershofen) auf mich zu, denn zum 1000 jährigen Jubiläum stand der Gedanke eines Films im Raum. Da ich in der Vergangenheit unter anderem auch schon für den Winzerverein und für die Gemeinde Grafschaft mehrere Aufträge gewinnen konnte, sollte ich dieses Projekt in die Hand nehmen und einen kurzweiligen Film für das Festwochenende im Juni erstellen.

Doch wie beginnt man, wie erstellt man einen Film über ein Dorf, zu dem man normalerweise keine Bindung hat? In diesem Fall half mir die offizielle Festschrift und eine Zusammenstellung der Besonderheiten und der Vereine, Gebäude und Betriebe im Ort Lantershofen. Die Festschrift wurde anlässlich der 1000 Lantesche Jahre veröffentlicht und an jeden Bürger im Ort verteilt. Ich fing an mir Gedanken zu machen, wie man in den verbleibenden drei Monaten vorgehen und einen kompletten Film mit allen Facetten zustande bringen soll.

Beim zweiten Treffen mit Herrn Mattuscheck schlug ich ihm folgende Idee vor:

In meinem Film möchte ich die Besonderheiten, die Geschichten, die Menschen und Traditionen von Lantershofen zeigen. Hierzu sollen in einem bis zu drei minütigem Film mit ausdrucksstarken Bildern und einem eingesprochenen Text, welcher mit vielen Wortspielen bespickt ist, die oben genannten Faktoren, einbezogen werden. Unterlegt mit Musik, erschafft man so ein unterhaltsames, gefühlsergreifendes Video, welches dem Zuschauer den Ort Lantershofen näher bringt. 

Mein Vorschlag wurde angenommen und ich hatte auch schon erste Gedanken für den Text parat, welcher dann in den nächsten Wochen, neben der Recherche und Planungsarbeit vorliegen und abgenickt werden musste. Für Interessenten, hier noch einmal der gesprochene Text in Schriftform.


In Lantershofen sind uns 1000 Jahre Namensgebung beurkundet —— spüren wir 2000 Jahre römische Besiedlung ——  und sehen Millionen Jahre Erdgeschichte beim Tonabbau.


Außer mit Ton, kennen wir uns auch mit Tönen aus, denn unsere Chortradition kann sich sehen lassen: Göttliche Klänge hallen im fünfeckigen Kirchenschiff Sankt Lambertus —— während irdischer Sing&Swing uns durch den Abend taktet. ——


Mit „Spaß an der Freud“ füllen die Klänge der Musikfreunde Lantershofen unsere Straßen. —— Der Kulturlant e.V. sorgt auf der Bühne des Winzervereins für gute Unterhaltung mit namhaften Künstlern.——


Einst mögen auch Mühle und Schmiede im Takt in Lantershofen gewirkt haben——
heute schmieden wir im Studienhaus St. Lambertus die Priester der Zukunft ——und beim TTC Karla die Tischtennis-Asse der Rheinland-Liga. 


Wem das nicht reicht, der lässt sich vom Tambourcorps taktvoll zum Schützenplatz geleiten. Hier lebt die Tradition der Schützen fort und trifft fast immer nur ins Schwarze.


Dafür sorgt auch unser berühmtester Schütz, dessen beste Waffe geschmiedet ist aus flüssigem Eifelgold. —— Dank ihm fließt gebrannte Weltklasse durch feierfreudige Kehlen und sorgt für feierliche Volltreffer.


Wir kennen den Pfad —— zum perfekten Kuchen —— und guten Festen.


Denn gemeinsam feiern ist überhaupt unsere Stärke: Vom rheinischen Karneval bis zum Seniorenkaffee —— und vom Maubichfest der Lanterhofener Junggesellen und Brötchesmädche bis hin zum inklusiven Café Mittendrin —— Hauptsache gemeinsam.


Dazu prägt jung und alt eine innige Verbindung zur umgebenden Natur: Birnenpfad, nahe Weinberge und ein wertvolles Naturschutzgebiet, was nur bei uns „Am Lantershofener Galgen“ heißen kann und ein Birnensortengarten, der zu den 111 schönsten Zielen in der Eifel zählt.


Das und mehr gilt es zu bewahren, um uns für weitere 1000 Jahre unvergesslich zu machen. 


Lantershofen, unser Dorf. 

Die darauf folgenden Wochen waren mit viel Planungsarbeit, Terminvereinbarungen für Drehs und der Suche nach einem Sprecher gefüllt, da inzwischen der Termin zum offiziellen Festakt immer näher rückte. Ich hätte mir mehr Zeit gewünscht, vielleicht sogar ein ganzes Jahr Vorlauf und Planung, denn so ein riesiges Projekt bedarf viel Zeit.

Nun konnte ich mir das leider nicht mehr aussuchen und in den darauf folgenden Wochen drehte ich die ersten Aufnahmen, unter anderem auch den Establishing Shot (Ein Establishing Shot (deutsch „Eröffnungsszene“) ist die erste Einstellung einer Sequenz, häufig eine Totale.).

Jeden einzelnen Dreh hier aufzuführen würde wahrscheinlich den Rahmen dieses Blog Eintrages sprengen, ich kann aber verraten, dass dies nicht der letzte Eintrag zu dem Projekt 1000 Jahre Lantershofen sein wird und ich darauf sicher noch zu einem späteren Zeitpunkt eingehen werde, denn das Festjahr ist noch jung.

Den letzten Drehtag hatte ich übrigens am 01.06.2019, einen Tag vor der Veröffentlichung des fertigen Films, hatte zu diesem Zeitpunkt den Film aber zu 99% fertig gestellt und musste nur eine Szene ergänzen.

Leider sind nicht alle Aufnahmen so wie ich sie mir gewünscht hätte, dennoch bin ich im Großen und Ganzen mit dem Projekt sehr zufrieden, wenn ich bedenke in welcher Zeit das alles entstanden ist. Wenn ich eine Zahl der Arbeitsstunden im Nachhinein nennen müsste, würde mir das sicher schwer fallen, aber ich finde, die Arbeit hat sich gelohnt und das Video bisher großen Anklang gefunden.

Kategorien: Projekte

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